Auf ein Wort…


Betrachtet man den Umstand, dass alles im Universum Unendlichkeit in Bewegung ist, so unterliegt auch der kreative Prozess im weiteren Verlauf einer stetigen Veränderung und Entwicklung. Diese Grundwahrheit ist für mich seit Beginn meiner Beschäftigung mit künstlerischen Prozessen eine positive Triebfeder. Ich genieße die Tatsache, dass diese „Evolution“ einen Anfang und ein Ende verleugnet.

Somit betrachte ich als Künstler meine Homepage eher als ein Album meines kreativen Schaffens,ein digitaler Auszug meines Werkverzeichnisses zur Selbstreflexion, entgegen einer statischen Präsentationsplattform, die vorrangig nach außen gerichtet ist.

Beim Ansinnen, den Werkzyklus der Papiercollagen auf meine Homepage zu integrieren, fiel auf, dass sich keine Übersichtlichkeit nach meiner Vorstellung erzielen ließ. 

Als Künstler und Ingenieur folgt meine Arbeitsweise einer definierten Struktur, die sich bei der Betrachtung der Ergebnisse ebenso auf der Homepage wiederspiegeln sollte. Somit habe ich mich für eine zweite, chronologisch aufbauende Internetpräsenz entschieden, als Fortführung der Seite www.schragekunst.de.

Thematisiert die erste Homepage die abgeschlossenen Werkzyklen der FoCoMa® Arbeiten von 1999 bis 2005 und die Transferarbeiten von 2004 bis 2008, so stellt diese Seite die Papiercollagen ab 2011 in den Fokus. Gemein ist beiden Seiten die Darstellung der Serigraphien in ihrer fortlaufenden Entwicklung. Wobei auch hier eine Abgrenzung sichtbar wird. Sind die Arbeiten unter www.schragekunst.de zum überwiegenden Teil noch von der Pop Art beeinflusst, so wird auf dieser Seite die Auseinandersetzung mit dem abstrakten Expressionismus erkennbar.

Ich empfinde mein Konzept des digitalen Werkverzeichnisauszuges zur Selbstreflexion als Imperativ, um eine fortlaufende Beziehung zwischen dem fertigen Exponat und mir als Schöpfer herzustellen.

Diese Zwiesprache sagt oft das nächste Ergebnis voraus.
 


 

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